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Vorübergehend untreu...

bin ich meinem eigenen Stil geworden.

Natürlich freue ich mich immer wieder sehr, wenn meine Fotos erkannt werden, bevor mein Name dazu gelesen wird. Das bestätigt, dass ich tatsächlich im Laufe der Zeit meinen eigenen Stil entwickelt habe und dieser auch für andere erkennbar geworden ist. Es ist das, wonach die meisten (Hobby-)Fotografen suchen. Ein ewiges Lernen, Probieren, Abgucken, Nachmachen, Verbessern,...

Und irgendwann ist der Punkt gekommen und man fühlt sich angekommen. So schön das auch ist, es gibt einem ja schließlich eine Weile Ruhe und Zufriedenheit, manchmal auch Stolz. Aber genau hier liegt auch die Gefahr des Stehenbleibens. Und alles, was sich nicht weiter entwickelt, wird irgendwann langweilig. Für einen selbst ebenso, wie für den Betrachter. 

 

Ich möchte mich jetzt nicht den vielen seit Jahren geführten Diskussionen, Büchern und Artikeln über das Thema "Raus aus der Komfortzone!" anschließen, das würde zu weit führen. Aber ich hatte ja bereits im letzten Jahr einen Blogpost über das Verlassen bekannter Wege geschrieben. Dieses Mal habe ich einen neuen Weg nicht über das Thema Sehen, sondern mit Hilfe der Bildbearbeitung betreten. Einfach nur, um ein wenig Abwechslung zu haben. Für mich. Für euch.

 

 

Dieses Foto habe ich aus dem Küchenfenster während des Kochens mal eben schnell nebenbei gemacht.

 

Der Himmel war düster, aber die Sonne strahlte einen kleinen Bereich an, nämlich genau 
diese Birke vor dem Fenster.

 

Eine wirklich tolle Lichtstimmung, allerdings
nicht toll genug für ein einzelnes Foto. Zumindest konnte ich sie nicht so einfangen, wie sie in natura auf mich wirkte.

 

 

Von derselben Birke machte ich eine zweite Aufnahme, bei der ich die Kamera vertikal schwenkte.

 

Das Ergebnis war mir viel zu 'neumodisch' und unruhig. Als einzelnes Foto überhaupt nicht mein Geschmack.

 

Jetzt hatte ich also zwei Bilder, die jeder auf seine Art zwar interessante Bereiche zeigten, aber trotzdem nicht wirklich zur Geltung kamen.

 

Was lag also näher, als diese beiden Fotos übereinander zu legen und quasi eine Art Doppelbelichtung mit Hilfe von Photoshop zu erzeugen?!

Mit Sicherheit nicht perfekt, ich bin alles andere als eine Photoshopperin, aber es ging ja gerade auch darum, etwas neues zu probieren. Als tüfftelte ich ein wenig mit Ebenen und Masken herum und war überrascht, was dabei raus kam:

Ganz sicher nicht jedermanns Sache, aber mir gefällt es. 

Vorübergehend!