Tok, tok, tok...!

Aus weiter Ferne ist es wieder zu vernehmen, das klopfende tok, tok, tok,... 

Nähert man sich der Stelle, kann man manchmal Rinde vom Baum fallen sehen, ehe man mit etwas Glück den Verursacher erblickt.

 

Der Frühling steht vor der Tür und der Buntspecht fängt wie in jedem Jahr an, bis zu fünf Bruthöhlen zu bauen, von denen er dann aber nur eine fertigstellt und bezieht. Mit seinem harten Schnabel meißelt er dafür Löcher in alte und weiche Bäume. Dabei ruckt sein Kopf rund zehnmal in der Sekunde vor und zurück.  Das menschliche Auge kann diese schnellen Bewegungen kaum noch wahrnehmen.

 

Durch den jährliche Neubau der Bruthöhle entsteht ein Überangebot, das gerne von anderen Höhlenbrütern, wie z.B. Meisen, Kleiber und Star, bezogen wird. Ab und an ziehen auch Hummeln oder Siebenschläfer in das gemachte Nest.

Hört sich dieses tok, tok, tok,... eher nach einem Dauertrommeln an, dann ist hier übrigens das Männchen mit schnellem Hämmern gegen einen Baumstamm damit beschäftigt, sein Revier abzugrenzen und Weibchen anzulocken.