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Wenn du einen Freund willst, dann zähme mich!

 

"Was muss ich da tun?" sagte der kleine Prinz.

"Du musst sehr geduldig sein", antwortete der Fuchs. "Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich verstohlen, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Mißverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können ..."  (aus: Der kleine Prinz von Antoine de Saint Exupéry)

 

Den ganzen Sommer über wartete ich vergebens auf einen weiteren Fuchs-Kontakt. Es war bereits Anfang Oktober, als dieser junge Fuchs (ich taufte ihn später auf den sehr einfallsreichen Namen 'Foxy') plötzlich wie aus dem Nichts vor mir stand und mich fragend ansah. Irgendjemand musste ihn wohl schon mit uns Menschen bekannt gemacht haben, denn er traute sich tatsächlich für einen kurzen Moment bis zu mir heran und stupste mich kurz am Fuß. Wir beide haben eine ganze Stunde in einiger Entfernung miteinander verbracht, bis sich ein zweiter Fuchs näherte, aber sehr misstrauisch auf ca. 20 Meter Abstand hielt.

Ich bemerkte erst zu Hause auf den Fotos, dass ich den kleinen Fuchs, den ich bereits vor knapp 10 Monaten begegnet war, vor mir gehabt hatte. Er hat einen Überbiss und auf manchen Fotos sieht man deutlich einen Zahn hervorluken.